Gesamtschule

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Die städtische Willy-Brandt-Gesamtschule ist eine "Schule besonderer Art" 

 

Was ist eine Gesamtschule?

 

Die Gesamtschule in Deutschland ist eine weiterführende Schule, in der die Entscheidung für eine bestimmte Schulart (Gymnasium, Realschule oder Mittelschule) so lange wie möglich offen gehalten wird. In etlichen Bundesländern ist die Gesamtschule eine akzeptierte und nachgefragte Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem (Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen u.a.).

Gesamtschulen fördern ein längeres, gemeinsames Lernen und sind auch im Hinblick auf die geforderte Inklusion aller Schülerinnen und Schüler, unabhängig von der Herkunft, der Religion und der Frage einer Behinderung, zukunftsfähige Schulen, weil sie durch moderne Lern- und Sozialformen die Integration von allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer Begabung fördern.

Dabei ist es das Ziel aller Gesamtschulen:

•          Die Entscheidung über die endgültige Schullaufbahn eines Kindes oder Jugendlichen so lange wie möglich offen zu halten, um das Übertrittszeugnis in der 4. Klasse der Grundschule nicht zu einer existenziellen Frage in den Familien werden zu lassen.

•          Den Kindern so viel Zeit wie möglich in ihrer Entwicklung und Ausbildung ihrer Talente zu lassen, so dass sie bei der Entscheidung über den weiteren schulischen Weg einbezogen werden können.

•          Den Kindern und Jugendlichen sollen negative Schulerfahrungen erspart werden, wie sie im dreigliedrigen Schulsystem durch eine Abwärtsspirale in der Schullaubahn häufig ist. Negative Schulerfahrungen sind nicht nur volkswirtschaftlich ein Problem, sie demütigen junge Menschen in einem Alter, in dem sie Zuspruch und Ermutigung benötigen.

•          Auf einer Gesamtschule können alle Abschlüsse der Mittelschule, der Realschule und des Gymnasiums erreicht werden, so dass der jeweilige Entwicklungsstand der Kinder berücksichtigt werden kann, ohne dass Kinder und Jugendliche demütigende Schulabweisungen erleben müssen.

•          An Gesamtschulen unterrichten Mittel-, Realschul- und Gymnasiallehrerinnen und -lehrer.

•          Die Gesamtschule ist eine Schule für Kinder aller Begabungen und Interessen; daher führt sie zu allen Schulabschlüssen.

•          Für die Gründer von Gesamtschulen sind alle Bildungsabschlüsse gleich wichtig und wertvoll.

•          An der städtischen Willy-Brandt-Gesamtschule besuchen die Kinder von der 5. Klasse bis zur 7. Klasse eine Klasse, ab der 8. Klasse sind es dann abschlussbezogene Klassen. Ab der 11. Klasse besuchen unsere Schülerinnen und Schüler das Willi-Graf-Gymnasium und machen auch dort ihr Abitur.

Wann steht fest, welchen Schulabschluss eine Schülerin oder ein Schüler erreicht?

Die Vorhersage, welchen Schulabschluss eine Schülerin oder ein Schüler erreichen wird, ist um so unsicherer, je jünger sie sind. In der städtischen Willy-Brandt-Gesamtschule entscheidet sich erst am Ende der Klassenstufe 7, in welche Schulart die Schülerinnen und Schüler wechseln (abhängig von den Noten in einzelnen Fächern).

Wie wird die Gesamtschule den unterschiedlichen Begabungen und Interessen gerecht?

Unser pädagogisches System ermöglicht eine wirksame Lernkultur. Diese basiert auf SOL-Unterricht, weil wir davon überzeugt sind, dass nur so der Forderung alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, nachgekommen werden kann.

Zudem wird ab der Klasse 6 in den Fächern Mathematik und Englisch nach Leistung in A und B-Kurs differenziert.

Ab der Klasse 7 wird in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch nach Leistung in A, B und C-Kursen differenziert.