Tanztheater

Leben Lernen

 

Theater-/Tanz-/Filmprojekt

 

"Es reicht!"

 

Soziale Orientierung durch Interkulturelle Bildung.

 


Mehr Informationen gibt's beim IAKB

 

Reise zur EU nach Brüssel

Liebe Mitglieder der Schule,

ich war im Dezember 2010 mit dem Tanz – Theater in Brüssel. Wisst Ihr eigentlich, warum das Tanz – Theater dahin durfte? Ich fand es nämlich total toll, dass unsere Leistung so super angekommen ist, dass wir mit unserem Stück sogar nach Belgien eingeladen wurden.
Aber vielleicht sollte ich einfach mal am Anfang beginnen?
Unser Stück heißt "Bist Du sicher".  Es geht um interkulturelles Zusammenleben, Armut, Gewalt, Liebe und Integration. Alle Inhalte, wie z.B. Dialoge oder Tanzszenen, haben wir mit Hilfe von Herrn Biburger und Frau Janssen, selbst entwickelt.
Nach vielen Proben unter der Woche nach der Schule und an einigen Wochenenden, hatten wir am 03.10.2010 im Pathos Transporttheater München unsere Premiere.  Es war echt aufregend unser Stück in einem Theater aufführen zu dürfen (Dank Angelika Fink). Toll war, dass bei der Premiere Frau Folger da war. Sie fand das Stück Klasse und hat uns zur gelungenen Premiere gratuliert.

Schade fand ich dann aber, dass zu den Vorführungsterminen für Schulen von unserer Schule nur wenige Klassen gekommen sind. Ich hätte es gut gefunden, wenn sich mehr von unserer Schule dafür interessiert hätten. Schließlich ist das Tanz – Theater ein Projekt der Städtischen Willy–Brandt–Gesamtschule und etwas, wie man an Belgien sieht, was mittlerweile europaweit Anerkennung findet! Aber ich hoffe stark, dass nächstes Jahr mehr Leute aus der WBG zu unseren Vorführungen kommen und sehen wie viel Arbeit wir in unsere Theaterstücke stecken!

Aber jetzt zurück zu Brüssel: wie ist das überhaupt zustande gekommen?

Die Europäische Union hatte das Jahr 2010 zum "Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung" ausgerufen. Unser Stück wurde von über 800 eingereichten und schließlich 40 ausgewählten Projekten in Deutschland als das Modellprojekt ausgewählt, das Deutschland in Brüssel vertreten darf – toll, oder?! 
Unsere Feuerprobe für Brüssel hatten wir am 17. November 2010 im Kongresssaal der Süddeutschen Zeitung. Hier fand die regionale Abschlussveranstaltung des Europäischen Jahres 2010 statt und wir durften dort Ausschnitte aus der Inszenierung aufführen. Zuschauer waren übrigens so bekannte Leute wie Christine Strobl (Bürgermeisterin München) und Gerd Hoofe (Staatssekretär des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales).

Und dann kam Brüssel. Wir waren alle total aufgeregt, schließlich waren wir noch nie dort!
Am 16.12. ging es um 06:50 am HBF München los. Wir alle waren super aufgedreht und die meisten hatten vor lauter Aufregung kaum geschlafen. Die Fahrt war ganz schön lang, da die Bahn wegen dem schlechten Wetter nur langsam fahren konnte. Dann in Brüssel das Hotel finden und die Zimmer beziehen. Das musste alles ziemlich schnell passieren, da wir zu einem absolut supertollen Abendessen im Marriot Hotel eingeladen waren. Nach dem Abendessen chillen? Keine Chance – wir wollten ja für den nächsten Tag unsere Aufführungen topp hinbekommen, deshalb: proben bis keiner mehr konnte und dann endlich um 24.00 Uhr ins BETT.

Der nächste Morgen begann auch schon ziemlich früh, da wir nach dem Frühstück noch mal proben wollten. Und dann ging es los: erst durften wir wie die Abgeordneten im Europäischen Parlament sitzen und uns eine Rede von Prinzessin Astrid von Belgien anhören. Danach unsere drei Aufführungen, eine davon hat sich die Prinzessin angeschaut. Sie hat sich dann auch noch mit mir unterhalten und ich konnte ihre Fragen sogar auf Französisch beantworten! Zum Abschluss dieses aufregenden Tages wurden wir dann vom Brüsseler Bürgermeister in das wunderschöne Rathaus (UNESCO-Weltkulturerbe!) zum Essen eingeladen.

Der dritte Tag war unser Rückreisetag, den wir glücklich um 22.00 in München beenden konnten. Wir waren alle völlig fertig, aber trotzdem super stolz auf uns und unsere Schule, die es uns ermöglichte an diesem Event teilzunehmen! Wie man an dem Ablauf gut sehen kann, war es keine Spaßreise, sondern wirklich harte Arbeit.
Also liebe Freunde des Tanz-Theaters, wir hatten zwar zwei Tage keine Schule, aber wir haben nicht auf der faulen Haut gelegen!

Bedanken möchte ich mich bei allen Tanz – Theatermitgliedern – es ist echt super mit Euch! Genauso wichtig war die Unterstützung von Frau Gienow, Herrn Weißschnur und Frau Oestreicher – macht weiter so! Ohne ihren enormen Einsatz würde es wahrscheinlich gar nicht gehen, also ein Riesendank an Tom Biburger und Dorothee Jansen. Ein ganz besonderer Dank geht an Frau Folger: Danke, dass Sie es für uns möglich gemacht haben, bei all diesen aufregenden und lehrreichen Events mitzumachen!

Eine Bitte zum Schluss an Euch alle:
Tanz – Theater ist kein Freizeitclub, sondern ein Projekt, in dem wir jede Woche nach dem Unterricht freiwillig zusammen kommen, unsere Ideen frei äußern können und dann durch wirklich harte Arbeit zu tollen Ergebnissen kommen. 

Unsere Bitte an alle SchülerInnen, LehrerInnen, SozialpädagogenInnen: 
Habt Verständnis für uns, wenn wir im Unterricht manchmal fehlen (die Auftrittstermine haben wir nicht in der Hand) und nicht gleich alles nachholen können. 
Helft uns, indem ihr Arbeitsblätter und Hefteinträge für uns sammelt. Uns allen, auch unseren BetreuerInnen, ist es sehr wichtig, dass wir gute Schüler/innen sind. Tanz – Theater macht total Spaß, aber es ist harte Arbeit, wir machen das nicht zur Gaudi, sondern für unsere Schule!

Eure Deborah

Bilder und einen Trailer kann man unter folgenden Links anschauen:

www.eutrio.be/de/pressrelease/abschluss-des-europaeischen-jahres-zur-bekaempfung-von-armut
www.iakb.de/presse.html 

http://dl.free.fr/getfile.pl?file=/agJe7cvy  (und dort dann weiter klicken auf: Télécharger ce fichier dann werden automatisch alle unsere Bilder auf den Computer geladen)