"In Zeiten, in denen in vielen europäischen Ländern und auch in Deutschland wieder rechtsnationale Kräfte erstarken, in denen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Abschottung wieder zu unserer Lebensrealität gehören, ist es uns ein besonderes Anliegen, dass sich junge Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, Begabung, Beeinträchtigung oder Glaubensrichtung mit künstlerischen Mitteln in einem gemeinsamen Projekt mit der NS-Zeit beschäftigen.
Spielen in der Stadt und das NS-Dokumentationszentrum München arbeiten seit vier Jahren in verschiedenen Projekten an einer lebendigen Erinnerungskultur.
SchülerInnen der WBG erarbeiten seit diesem Jahre mit SchülerInnen des Wilhelm Hausenstein Gymnasiums eine Tanz- und Theaterperformance, die sich mit Flucht und Vertreibung und der Frage nach Mitgefühl und Menschlichkeit angesichts des Umgangs Europas mit geflüchteten Menschen beschäftigt.
Miriam Zadoff, die neue Rektorin des NS-Dokumentationszentrums München sagt in einem Interview mit Spiegel online, dass es natürlich keine eins-zu-eins Analogien zwischen der NS-Zeit und heute gibt, dass der Blick zurück uns aber lehrt, dass wir unsere Menschlichkeit nicht aufgeben dürfen.
Wir sehen in der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit – gerade in heterogenen Gruppen, in denen Jugendliche aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen zusammen arbeiten – eine ungemeine Chance, einen Beitrag für ein friedliches und an unseren demokratischen Grundwerten orientiertes Miteinander aller Menschen, die in Deutschland leben, zu leisten.
Der Einsatz künstlerischer Mittel bietet außergewöhnliche Möglichkeiten in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Für die Schüler*innen entsteht ein Raum, in dem eigene Zugänge und Herangehensweisen tänzerisch und spielerisch umgesetzt werden können."


 

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